DDie lebendige Geschichte des Weinromantikhotel Richtershof

Noch bis ins Jahr 2001 wurde in den alten Kellern des Richtershof Wein produziert. Bis zu dem Tag, als aus dem Traditionsweingut eine Symbiose aus ehemaligem Weingut und Hotel entstand: das Weinromantikhotel Richtershof.

Was zuvor geschah: Jutta und Manfred Preuß entdeckten das herrschaftliche Anwesen mit seinem historischen Gebäudeensemble aus Barock, Gründerzeit und Jugendstil im Jahre 2000, als sie auf der Suche nach einem kleinen Weingut für private Zwecke waren.

Die Idee, hier eine Hotelanlage der besonderen Art zu verwirklichen, zog Familie Preuß so in ihren Bann, dass sie sich zum Erwerb des Anwesens entschied. Mit Erfolg: Denn durch die geschickte Verbindung historischer und moderner Elemente wurde ein einzigartiges Ambiente geschaffen, in dem die Historie des ehemaligen Weinguts allgegenwärtig ist ...

Weingut Richtershof 1680 Zeichnung

1680: Die Gründung des Weinguts Richtershof

Der Ursprung des Weinromantikhotel Richtershof geht auf das Jahr 1680 zurück, als Hans Adam Nießen einen Lebensmittelgroßhandel in Mülheim gründete. In den nächsten Jahren kam eine Weingroßhandlung hinzu.
Die Familie handelte mit Wein und tauschte die Traubensäfte gegen Kolonialwaren wie Gewürze und Leder, die sie wiederum an durchreisende Händler verkaufte. 1809 baute Familie Nießen daher neben ihr Stammhaus einen Kolonialwarenladen – hier befindet sich heute das Restaurant Culinarium R. 1846 heiratete Anna Nießen in die Dynastie Richter ein.

Eine herausragende Rolle für die Geschichte Mülheims und der Grafschaft Veldenz spielte zudem Franz Ludwig Nießen. Im Oktober des Jahres 1813 befand sich Napoleon auf dem Rückzug von der verlorenen Schlacht bei Leipzig und schlug unweit von Mülheim sein Zeltlager auf. Der Legende nach soll Napoleon während dieser Zeit im Richtershof übernachtet haben.

 

Weingut Richtershof Weinreben

Seine Soldaten verbrachten den Abend in den Weinkellern bei jungem Most und Wein. Einer dieser Soldaten wollte sich an der Frau eines Mülheimer Winzers vergreifen, dieser kam hinzu, erschlug den Soldaten und verschwand. Napoleon forderte die Mülheimer Bürger auf, den Winzer auszuliefern, andernfalls werde er Mülheim niederbrennen. Doch kein Mülheimer Bürger wollte den Winzer verraten. Um Mülheim vor der drohenden Brandschatzung zu retten, zog Franz Ludwig Nießen im Bittgang zu Napoleon und bot ihm 3000 Goldthaler aus seinem eigenen Vermögen an, die Napoleon akzeptierte.

Der Elisenberg und der Richtershof

In ihrer Dankbarkeit schenkte die Gemeinde Mülheim Familie Nießen einen Loheckenhang, welchen Franz Ludwig Nießen roden ließ, um dort einen Weinberg anzulegen. Er nannte ihn, in Verehrung der im Jahre 1807 verstorbenen Königin Louise von Preußen, Louisenweinberg. Im Volksmund wurde daraus bald der Elisenberg, welcher heute eine der 4 Weinlagen des Ortes darstellt.

Zeichnung Weinromantikhotel Richtershof Innenhof
Vom Weingut zum romantischen 4-Sterne-Superior-Weinromantikhotel Richtershof

1881 wurde das Weingut von Ferdinand Richter auf seine beiden Söhne aufgeteilt. Sein Sohn Ludwig Louis Richter erhielt das Stammhaus und konzentrierte sich auf Weinbau und Weinhandel. Er erweiterte die Gewölbekeller aus dem Jahr 1640 und errichtete eine Jugendstil-Kelterhalle, wo Hotelgäste heute im Wintergarten Baldachin das Richtershof-Sekt-Frühstücksbuffet genießen können. Im Jahr 1895 folgte der Bau des heutigen Ballsaals für die Hochzeiten seiner 5 Töchter, welcher seit 2001 als exklusiver Bankettsaal genutzt wird.

Durch die feinfühlige Restaurierung des historischen Gebäudeensembles, die individuell und liebevoll ausgestatteten Hotelzimmer und die vielfältigen zum ehemaligen Weingut passenden Veranstaltungen rund um das Thema Wein – wie beispielsweise Weinverkostungen im historischen Gewölbe- und Säulenkeller aus dem Jahr 1680 – ist es Familie Preuß gelungen, Moderne und Historie gekonnt miteinander verschmelzen zu lassen. Neugierig? Dann genießen auch Sie das besondere Wohlfühlambiente des Weinromantikhotel Richtershof!